22. 01. 19

Es geht Gabi schon wieder besser, dagegen ist bei Weffy  ein ständiges Kommen und Gehen mit Husten, Schnupfen usw.

Da wir gestern den ganzen Tag volle Sonne hatten, verlegte Gabi ihr Krankenlager nach draußen in eine windgeschützte Ecke. Mit zwei Wolldecken dick eingemümmelt verbrachte sie dort zwei Stunden im Liegestuhl an der frischen Luft.

Zwischendurch immer mal wieder Kontakt über die Grenzhecke zu Gudrun und Willi oder mit unseren Nachbarn zur anderen Seite . Susi hatte für uns mit eingekauft, aber auch andere Mitcamper bieten immer wieder ihre Hilfe an. Das wissen wir auch zu schätzen.

Christiane und Wilhem melden sich regelmäßig bei uns aus Marokko. Es geht ihnen gut, sie gnießen weiterhin die Wärme dort und haben vor, dort auch noch zu bleiben, solange es geht und es ihnen gefällt.

 

 

18. 01. 19

Gestern nahm Gabi wieder an der Gymnastikstunde teil, die von Afke geleitet wurde. Leider waren nur 9 Frauen anwesend, trotzdem hatten wir Spaß dabei und saßen nach demTraining auch noch eine Weile gemütlich zusammen. Am kommenden Donnerstag wird dann Gabi die Trainingsstunde übernehmen.

Weffy ist zurzeit nicht gut dran und brütet einen grippalen Infekt aus. Gut, dass wir nun in Spanien sind und schnell einen Arzt erreichen könnten, falls es erforderlich ist. Die medizinische Versorgung in Marokko ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist besonders auf dem Land z.T. technisch, apparativ und hygienisch problematisch. Vielfach fehlen besonders auf dem Land auch europäisch ausgebildete, Englisch oder Französisch sprechende Ärzte.In der Beziehung saß uns in Marokko immer die Angst im Nacken, wenn nötig, vor Ort Hilfe zu bekommen. Klar,  in den Großstädten Agadir, Casablanka, Rabat oder Marrakech wäre das möglich gewesen, aber irgendwo in der Wüste, im Gebirge oder weit ab in einer Oase wäre es schwierig geworden.

Heute telefonierten wir mit Frieda, die ihren 3. Geburtstag feierte. Viele von euch können sich sicher noch erinnern, wie groß unsere Freude war, als unser Enkelchen auf die Welt kam…..und das Ganze ist nun schon wieder drei Jahre her. Kaum zu glauben, wie schnell doch die Zeit dahinrast.

Leider ist es im Moment nicht mehr ganz so warm hier in Spanien, so um die 4 – 5 Grad kälter als in Marokko, aber im Vergleich zu Deutschland können wir natürlich nicht meckern. Dort braucht man jetzt warme Winterklamotten. Wenn wir in unsere Kleiderschränke schauen, besitzen wir so was gar nicht mehr, denn seit 2012 haben wir die Wintermonate immer im sonnigen Süden verbracht.

Gini geht es nun auch wieder viel besser…..trotzdem bekommt sie noch regemäßig ihre Ohrentropfen.

 

 

17. 01. 19

Auf dem Stellplatz  Punta del Negre waren fast nur Deutsche, während uns auf der Autobahn bis dorthin, fast nur Franzosen entgegen kamen. In diesem Jahr fallen sie wieder tausenfach in Marokko ein. Die Jahre zuvor blieben sie aus versicherungstechnischen Gründen lieber in Spanien und Portugal. ( Wegen der Terroranschläge in Frankreich war wohl der Versicherungsschutz nicht gegeben, so erzählte man es uns). Jetzt ist aber wieder freie Bahn….und so sah es dann auch dementsprechend auf den Campingplätzen am Atlantik aus. Kaum noch ein Platz zu kriegen, zumal das Freistehen jetzt auch in Marokko überall untersagt ist und die Camper abends weggeschickt werden.

Den letzten Tag verbrachten wir hier bei Mazarron ganz in Ruhe. Gabi kochte ein superleckeres Essen, wir sonnten uns und relaxten und aus dieser Entspannung heraus klappte dann auch der schon fast überfällige Katheterwechsel. Gabi ist noch immer dabei etwas aufgeregt, hat aber auch diesmal wieder sehr gut geklappt.

So konnten wir am Dienstag die letzten 250 km bis Miramar ganz in Ruhe bei wunderschönem Wetter in Angriff nehmen. Die Fahrt verlief problemlos über die Nationalstraßen.

Gegen Mittag kamen wir in Oliva an und machten dort erst mal einen Großeinkauf im neuen Lidl. Von dort aus ging es geradewegs auf den CP Coelius. Auf die neue, uns zugewiesene Parzelle zu kommen, gestaltete sich wegen der Größe unseres Wohnmobils etwas komplizierter als sonst. Aber mit Weffys Fahrkünsten und vielen Helfern, die aufpassten, dass wir uns keine Schramme holten bzw. aufsetzten, gelang es dann doch und nun stehen wir direkt neben Gudrun und Willi auf der Parzelle mit perfekter Aussicht in ein Orangenfeld und Sonne den ganzen Tag. Super ! Wir wurden gefühlte 1000 mal gedrückt und Küsschen rechts und Küsschen links – offensichtlich freuen sich doch viele, uns wieder zu sehen. Bei Susi gab es direkt einen frischen Kaffee und Kuchen und von Willi bekamen wir sogar das  Abendessen gebracht.

Hier werden wir nun vermutlich den Rest der diesjährigen Überwinterung verbringen.

Gini hat inzwischen ihre Ohrentzündung soweit überstanden…..mit Ohrspülung und – tropfen ist sie auf dem Weg der Besserung. So weit  – so gut !

13. 01. 19

Wir haben unsere Marokko Tour vorzeitig beendet. Leider war es uns aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich, länger als 5 Wochen mit unseren Freunden Christiane und Wilm  durch dieses Land zu reisen. Es tut uns sehr leid….aber die Gesundheit geht vor.

…umd so sind wir gestern Abend mit der Fähre von Tanger Med  wieder zurück nach Spanien gefahren.

Heute ging unsere Etappe bis in die Nähe von Mazarron, wo wir uns nun morgen auf einem Stellplatz direkt am Meer  einen Pausentag gönnen.

 

05. 01. 2019

Wir sind noch in Sidi Ifni…im Prinzip könnte man hier einen Langzeiturlaub machen und viele, vor allem Franzosen, tun dies auch. Man bekommt hier alles….natürlich auf dem großen und kleinen Souk Obst, Gemüse und wenn man will Fleisch und Fisch. Straßenküchen bieten täglich den Fisch und die Meeresfrüchte zu und man kann dabei zuschauen, wie alles zubereitet  wird. Ebenfalls die Krapfen, die wir uns auch heute wieder bestellten….dazu marokkanischen Tee ( frische Minze mit grünem Tee gemischt) bzw. café au lait.Wenn man etwas genauer in die Häuserzeilen schaut, entdeckt man auch den ein oder anderen Supermarkt. Man bekommt dort alles, was man so zum Leben braucht.

Jeden Tag entdecken wir neue Ecken in dieser Stadt . Unser Rückweg führte uns heute durch diesen schönen Park, der noch von den Spaniern angelegt wurde. Sidi Ifni, auch das Tor zur Sahara genannt, gehörte bis in die 60er hinein zu Spanien. 1968  nahm der internationale Druck auf Spanien zu. Zwischen Franco und Hassan II. geführte Verhandlungen mündeten schließlich in den Verträgen von Fès vom 4. Januar 1969. Hier wurde das Ende der spanischen Souveränität besiegelt und der Abzug der spanischen Truppen und Besatzung geregelt. Das Territorium von Ifni fiel zurück an Marokko. ( Wikipedia)

03. 01. 2019

Nach dem außergewöhnlichen Aufenthalt in der Oase sollte es wieder zurück an den Atlantik gehen. Das Wetter ist dort noch fantastisch – besser können wir es in diesem Winter nicht haben.

So kamen wir dann gegen Mittag wieder in Sidi Ifni an und steuerten erneut auf den Campingplatz mit dem gleichen Namen zu. Inzwischen hatte sich dieser und auch der Nebenplatz gefüllt, trotzdem ergatterten wir noch 2 Parzellen direkt nebeneinander.

Erst ruhten wir uns ein bisschen in der Sonne aus und holten unser Frühstück nach. Gaaaaaanz langsam näherte sich Besuch. Eine Schildkröte guckte unter unserem Auto hervor. Wir tauften sie auf den Namen Agathe und fütterten sie mit Salatblätter und einer kleinen Tomate, die sie genüsslich verspeiste. Was wir alles so unterwegs erleben!!!

Am späten Nachmittag machten wir uns alle auf den Weg in die Oberstadt und gingen in den Souk. Hier wollten wir uns die leckeren Krapfen schmecken lassen, die frisch, direkt aus dem heißen Öl einer großen Pfanne kamen. Also setzten wir uns an einen freien Tisch des Teehauses bzw. Cafés ,direkt an die Straße und „saugten“ die typische Atmosphäre einer marokkanischen Kleinstadt auf. Dazu gehört natürlich das wuselige Treiben der Händler und Kunden, auch der Staub, Lärm und unbekannte Gerüche usw. aber es gehört einfach dazu und so sammeln wir immer mehr neue Erfahrungen und lernen das Land mit jedem neuen Tag besser kennen und verstehen.

Am Abend zeigte sich aber dann, dass Weffy sich „irgend etwas eingefangen“ hatte. Eine Erkältung mit Fieber war im Anmarsch. Nach der Medikamenteneinnahme und starkem Schwitzen ging es dann heute morgen schon wieder besser. Jetzt ist erst mal Auskurieren angesagt…..wir wollten sowieso ein paar Tage hier stehen bleiben.

01. 01. 2019

Gestern ging es die ganze Strecke durch die Steinwüste wieder zurück bis Guemim. Dort kauften wir in dem großen französischen Marjan- Supermarkt ein. Hier trafen wir zufällig Doren und Swen wieder, die uns von der Facebook – Seite „kasteninblau“ bekannt waren und sie auch persönlich in Sidi Ifni kennengelernt hatten. Sie waren mit dem Eigentümer des Campingplatzes zum Einkaufen unterwegs. Auf gerade diesen CP wolten wir auch, denn Christiane und Willem warteten dort auf uns und hatten uns schon die letzte, freie Parzelle reservieren lassen. Sie boten uns an, hinter ihnen herzufahren, denn der Platz war nicht einfach zu finden.

So ging es also recht unkompliziert die ca. 15 km weiter in eine Oase mit kleinem Hotel, davor 15 Stellplätze für Wohnmobile. Im Innenhof war ein netter Garten mit Ruhezonen angelegt, ein Zelt mit Sitzgelegenheiten am Boden und Lagerfeuer zauberten auf Anhieb eine Atmosphäre von 1001 Nacht .

So ging dann auch das alte Jahr ganz anders zu Ende, als wir es von Europa her kennen. In der unteren Etage des Hotels war für alle Gäste ein Buffet mit typisch, marokkanischen kalten und warmen Speisen vorbereitet und später gab es am Lagerfeuer von einer Gruppe Gesang, der durch Trommelrhythmen bis tief in die Nacht hinein auf dem gesamten Platz zu hören war. Keine einzige Silvesterrakete oder – Böller störte dieses einzigartige Erlebnis.

Heute, am Neujahrstag saßen wir vier dann zusammen bei Kaffee, Kuchen und auch Sekt und überlegten, wohin wir jetzt weiterfahren. Alle sind wir der Meinung, dass wir noch nicht in die Kälte des Ostens wollen. Zu gut meint es das Wetter mit uns hier im Westen…..und so werden wir wieder ein Stück zurück in nördliche Richtung und an den Atlantik fahren und das Sommerwetter erst mal weiter genießen.