30. 09. 18

Nachdem wir gestern bis Lapalisse gekommen sind und dort auf dem Stellplatz nahe des Schlosses die Nacht verbracht haben, ging es heute morgen wieder zeitig um kurz nach 9 Uhr weiter.

Die gesamte Strecke ließ sich sehr gut fahren, zumal heute ja auch keine LKWs unterwegs waren. Längere Abschnitte mautfreie Autobahn bzw. sehr gut ausgebaute Nationalstraßen ließen uns gut vorankommen.

Eigentlich wollten wir heute gar nicht allzu weit fahren, doch der erste Stellplatz, den wir uns ausgesucht hatten, entsprach so gar nicht unseren Vorstellungen und der zweite war leider sonntags ab 14 Uhr gesperrt, aus welchem Grund auch immer. Der hätte uns gut gefallen…wir machten dort lediglich eine Mittagspause.

So fuhren wir also gezwungenermaßen Stück für Stück weiter und landeten schließlich auf dem ..Aire de Camping Cars 16440 in Roulet St. Estèphe, les Glamots Rn 10……

Hier stehen wir für eine Nacht mit Franzosen und einem Engländer ruhig, gut und kostenfrei mit Ver- und Entsorgung. Wir sind die einzigen Deutschen.

Bis zu unserem Stell- bzw. Campingplatz südlich von Bordeaux, den wir uns an der Atlantikküste ausgewählt haben, sind es noch ca 190 km.  Die werden wir wohl morgen schaffen. Unser Plan ist es, dort einige Zeit stehen zu bleiben.

Das Wetter ist übrigens wunderbar, ganz so wie wir es mögen.

28. 09. 18

Heute morgen wechselte Gabi zum ersten mal bei Weffy den Bauchkatheter. Vorher war sie sehr aufgeregt, hatte Angst, etwas falsch zu machen. Die Angst war aber im Nachhinein vollkommen unbegründet, denn es hat alles wunderbar geklappt. Nun sind wir diesbezüglich nicht mehr auf einen Urologen angewiesen und können unsere Reisen ohne gesetztes Zeitlimit und deshalb unbeschwerter angehen und genießen.

Gleich danach gingen wir uns zu Fuß in die Innenstadt und machten einen Schaufensterbummel. Das Wetter war wieder super:

 

Wir gingen auch über den Markt, aßen uns dort eine Tofu Bratwurst im Brötchen und tranken uns dort in einem Straßencafé einen Cappuccino.

 

 

 

 

 

 

Wir gingen auch in ein paar größere Geschäfte wie Kaufhof, C&A usw., dort kauften wir aber nur etwas Unterwäsche bzw. in einem Kaffee – shop ein Mitbringsel von hier für einen lieben Menschen.Dann noch ein paar Fotos gemacht, obwohl wir eigentlich schon viele aus Freiburg haben….. aber immer wieder schön:

Wir haben uns entschlossen, morgen schon Deutschland zu verlassen und in die Überwinterung zu starten. Das nächste mal melden wir uns also aus Frankreich.

 

27. 09. 17

Wir waren insgesamt 3 Tage in Hüfingen. Dort waren wir ja eigentlich nur, um unsere Wäsche zu waschen. Diese liegt nun wieder sauber in den Schränken…..aber was war das diesmal eine Prozeur!  Der Wasch – und Trockenraum wurde immer nur für kurze Zeit, in der der Platzwart anwesend war, aufgeschlossen und diese Zeit war knapp bemessen, so dass sich die Wascherei über 3 Tage hinzog. Nee, so was Umständliches haben wir in den über 5 Jahren Nomadenleben noch nicht erlebt.

Mittlerweile sind wir wieder in Freiburg angekommen, eine von unseren Lieblingsstädten, wo wir uns auf dem Stellplatz bis Sonntag eine Parzelle reservieren ließen.

Unterwegs machten wir den letzten Großeinkauf in Deutschland, füllten den Dieseltank und die Gasflasche, so dass wir nun fertig für die Überwinterungstour in den Süden sind.

Morgen wollen wir noch mal in der Innenstadt einen Schaufensterbummel machen, am Samstag wird der Katheterwechsel gemacht und am Sonntag fahren wir dann nach Frankreich in Richtung Atlantikküste.

Heute hatten wir hier noch mal sommerliches Wetter bei 25 Grad mit blauem Himmel. Das Wochenende soll wohl ähnlich schön werden und wenn am Montag hier die Temperaturen sinken, wollen wir dem schon ein wenig entfleucht sein.

So ist unser Plan.

24. 09. 18

Wir machten noch einen Einkauf im Penny und fuhren dann auf direktem Weg nur 17 km weiter zum Stellplatz in Hüfingen an der Breg .

Hier wollten wir auf jeden Fall unsere Wäsche waschen, mussten allerdings bis 17 h damit warten,denn dann kam erst der Platzwart – der schloss den Waschraum auf und man konnte Jetons bei ihm kaufen.. Alles ist hier auf Jetons abgestimmt. Der Betrieb der Waschmaschine und des Trockners, die Duschen ( brauchen wir nicht ) und der Stromanschluss. Egal….ist eben so, wir bleiben jetzt zwei Tage hier stehen und dann geht es weiter.

Heute war es ziemlich kühl mit 15 Grad, die Temperaturen werden hier im Süden aber wieder auf 20 Grad und darüber klettern, sagen jedenfalls die Wetterfrösche.

Wir machten eine kleine Wanderung entlang der Breg und durch die Altstadt.

Manches hier im Ort war ganz nett anzusehen:

23. 09. 18

Heute morgen ging es 120 km weiter nach Geisingen.

Es ist kühler geworden durch den starken Wind und alles deutet auf den kalendarischen Herbstanfang hin, den wir heute haben.

Den Stellplatz hier haben wir vor ein paar Jahren schon einmal besucht; er liegt direkt an der noch jungen Donau und nicht weit von einer beeindruckend, großen Scatehalle, wo etliche nationale und internationale Wettkämpfe stattfinden…..

Arena-GeisingenBildergebnis für Geisingen skatehalleQuelle: Internet

Wir werden hier nur eine Nacht verbringen und morgen auf einen Stellplatz fahren, der eine Waschmaschine hat. Bevor wir nach Frankreich wechseln, wollen wir unsere schmutzige Wäsche gewaschen haben. Ganz wichtig ist ebenfalls noch der Katheterwechsel, den Gabi Mitte der Woche bei Weffy machen wird.  Danach dann nur noch ein Großeinkauf und dann kann die Reise in die Überwinterung losgehen.

Wie lange wir uns dabei Zeit lassen und welche Route wir dabei wählen, entscheiden wir unterwegs und ist abhängig von der Großwetterlage.

 

20. 09. 18

Wir stehen seit gestern, nur 30 km von Biberach entfernt, in Bad Buchau. Der Stellplatz liegt direkt am Kurpark des überschaubaren Ortes, der in erster Linie wegen seines Kurbetriebes und seiner Naturschutzzone am Federsee bekannt ist.

Wir genießen von unserer Parzelle aus einen schönen Ausblick in die Natur. Gestern machten wir nach Ankunft nur einen kurzen Erkundungsgang durch den Ort,

bezahlten im Touristbüro unsere Stellplatzmiete für drei Tage und  gönnten uns noch eine Eisschokolade in einem Straßencafé. Wir erfreuen uns an dem schönen Wetter, das nun schon so lange anhält.

Heute früh stiegen wir dann auf die Räder und fuhren zum Haltepunkt vor dem Naturschutzsteg. Da wir eine Gästekarte besitzen war für uns die Benutzung des Steges kostenfrei. Gini wurde die ganze Zeit von uns getragen, denn die Zwischenräume der Holzplanken waren für ihre kleine Pfötchen zu groß, so dass sie darin steckenblieb.

Der Weg wurde zu einer schweißtreibenden Angelegenheit in der sengenden Sonne. An der Aussichtsplattform machten wir dann kurz halt zum Fotografieren und stiefelten den 2 km langen Holzsteg wieder zurück.

Wir nahmen dann den Radweg zum Tiefmoor. Auch hier wird man über Holzstege geführt, allerdings sind auch Räder erlaubt. So ging es durch einen Urwald, in dem sich seit über 100 Jahren kein Mensch mehr aufgehalten hat. Infolgedessen haben sich hier viele Vogelarten und seltene Pflanzen angesiedelt. Es war wirklich interessant …. und man lernt ja nie aus.

Wir finden es großartig, stets etwas Neues zu entdecken.

 

18. 09. 18

Gestern fuhren wir wieder bei Superwetter ein Stück weiter. Unser Ziel war Memmingen, die Stat der Tore und Türme, Giebel und Fassaden.. Das mittelalterliche Stadtbild, mit der noch gut erhaltenen Stadtmauer, den vielen Zunft- und Patrizierhäusern zeugt von einer bewegten Vergangenheit.

Nachdem wir uns auf dem kleinen Stellplatz mit nur 10 Parzellen eingerichtet hatten, konnten wir uns davon selbst überzeugen.

Wir machen hier ein paar kleinere Einkäufe und waren am frühen Nachmittag wieder zurück am Womo, wo wir unsere Campingstühle rausstellen und uns in die Sonne setzten. Solange uns der Sommer noch verwöhnt, sollten wir ihn auch nutzen. Wir spielten mal wieder zwei Partieen Rummikub, danach wurde gekocht.

Am Abend wurde auch dieser Stellplatz brechend voll. In der Dunkelheit quetschte sich noch jemand neben uns und so standen wir  die Nacht über zu dritt auf zwei Parzellen. Das Verhalten mancher Camper versteht man einfach nicht.

Schon sehr früh fuhren wir von dort los, denn wir wollten unser Auto in einer LKW – Waschanlage waschen lassen. Eine Grundreinigung war fällig. Das Personal ( zu dritt) machte eine perfekte Handwäsche – auch auf dem Dach – und das alles für 20 €, dementsprechend fiel dann auch unser Trinkgeld sehr großzügig aus. Nun glänzt unser Zuhause wieder.

Danach ging es dann wieder über die Dörfer und Natur

pur – allerdings auch wieder mit etlichen Umleitungen. Wir hatten uns den Stellplatz in Biberach an der Riß ausgesucht. Nun sind wir also nicht mehr in Bayern, sondern in Oberschwaben. Auch hier besichtigten wir wieder die Altstadt.

 

Heute begegneten uns irgendwie nur freundliche Menschen, egal ob es die Bewirtung in einem Straßencafé war, oder das Personal in den Geschäften, wo wir was kauften oder uns nur umsahen. Leute, die uns einfach unterwegs begegneten oder auch die Mitcamper auf dem Stellplatz. Es war wirklich sehr auffällig.

Während einer Pause in einem Straßencafé telefonierten wir mit Willi, der morgen seine dreiwöchige Reha antritt und dem es nach seiner OP wieder recht gut geht.

Auch hier in Biberach wurde mal kurz in die Kirche reingeschaut.  Orgelklänge dazu die wunderschönen Wand- und Deckenmalereiern zauberten einen ganz besonderen Moment des Innehaltens.

Gabi mag diese Momente und stattet deshalb fast jeder alten Kirche auf unserer Reise einen kurzen Besuch ab.

Zurück am Womo wuschen wir ein paar Kleidungsstücke mit der Hand und ließen sie auf der Wäschespinne trocknen. Danach gabs Essen, dann noch ein kleines Spielchen und schon geht auch dieser Tag wieder dem Ende zu.

 

16. 09. 17

Beim Gassigang mit Gini war es noch neblig, doch im Laufe des Vormittags klarte es auf und der blaue Himmel kam durch. Wieder so ein schöner Sommertag und es schaut so aus, als ob der Sommer in diesem Jahr kein Ende nehmen will. So haben wir dann auch noch gar keine Lust, jetzt schon weiter in den Süden zu fahren.

Gabi kochte zeitig das Mittagessen, um sich dann in Ruhe das Zweitligaspiel Köln gegen Paderborn anzuschauen. Ruhe ????? Was für ein Spiel….das ging ganz schön an die Nerven und ……in die Hose. Einen Großteil Schuld an der Niederlage 3 : 5 hat ihrer Meinung nach der Schiedsrichter. Mensch Meier ……geht das schon wieder los?

Um uns zu beruhigen, machten wir einen Spaziergang durch den Ort und liefen noch um den Weiher herum.

 

 

 

Zurück im Ort besichtigte Gabi noch die schöne Kirche.

Jetzt ist alles wieder gut und morgen werden wir wieder ein Stück über Land weiterfahren.

 

 

15. 09. 18

Da gestern neben uns ein großes Festzelt aufgebaut wurde und wir deshalb “ Böses“ befürchteten, wollten wir von hier weg. Kurzzeitig kam sogar der Gedanke bei uns auf, doch noch nach Kroatien zu reisen, den wir aber kurze Zeit später aus Vernunftsgründen dann doch wieder verwarfen. Irgendwie waren wir heute mit nichts zufrieden…. solche Tage hat man schon mal.

Wir machten lediglich einen Kurztrip  von 70 km . Unterwegs erhaschten wir einen Blick auf das wunderschöne Schloss Neuschwanstein.

In Bad Tölz erwischten wir wieder mal einen der letzten freien Plätze auf dem Stellplatz an der Isar. Diese Masse an Wohnmobilen geht uns mittlerweile ganz schön auf den Keks. Unsere Gemüter beruhigten sich aber langsam wieder, nachdem wir nach der Ankunft unsere Ziele neu sortiert hatten.

Ein bißchen Bewegung tut auch ganz gut, also machten wir einen Spaziergang an der Isar mit Blick auf die Heilige –  Kreuz – Kirche auf dem Kalvarienberg

und gingen noch bergauf in die Stadt. Viele gefüllte Straßencafés und eine Menge an Passanten zeugen auch hier vom regen Tourismus in dieser Stadt. Wir schlenderten an den Geschäften vorbei, bewunderten einige Häuser mit Lüftlmalerei und Gabi war heute von einigen  Dirndln in den vielen Trachtengeschäften angetan. Aber „richtige“ Dirndl haben auch „richtige“ Preise. Da müssen wir vor einer Anschaffung erst noch mal drüber schlafen.

Aus einer Weinstube nahmen wir einen roten, süffigen Federweißer mit und ließen uns diesen direkt nach unserer Rückkehr im Womo schmecken.

Heute am Samstag fuhren wir wieder ein Stück weiter, denn der Platz in Bad Tölz eignet sich nicht zum länger stehen. Um 10 Uhr ging es los…aber heute bekamen wir so richtig Stress mit dem Navi, wahrscheinlich bedingt durch zwei große Umleitungen. Vermutlich sind wir heute 50 km Umwege gefahren. Viel haben wir von der Landschaft nicht sehen können, denn es nieselte und die Wolken hingen sehr tief.

Den ersten Stellplatz in Schongau verließen wir sofort wieder, denn hier hatte sich ein Flohmarkt breit gemacht und zusätzlich standen noch LKWs kreuz und quer in der Gegend rum. Das ließ keine gute Atmosphäre aufkommen. Also steuerten wir auf den nächsten Platz nach Peiting, wo es drei offizielle Womo – Parzellen auf dem Parkplatz der des Warmwasser – Wellenfreibades gab. Wir wunderten uns, dass kein einziges Fahrzeug dort stand…aber klar….das Bad hat seit dem 10. 09 geschlossen. Eigentlich schade! Trotzdem blieben wir stehen – hier haben wir genug Platz und unsere Ruhe. Nun können wir auf sky die Bundesliga verfolgen…..evtl auch noch morgen.

Am Nachmittag wurde das Wetter dann doch wieder besser und ein weiteres Fahrzeug , ein Morelo , gesellte sich zu uns.

13. 09. 18

Wir waren heute schon vor 8 Uhr auf der Piste, denn „der frühe Vogel…..bekommt einen Stellplatz“…..dachten wir.

Aber es war wohl zuuu früh. In Nesselwang war der Stellplatz voll belegt, ein paar Kilometer weiter – in Füssen –  ebenfalls. Dort hätten wir aber sowieso nicht stehen wollen, der Platz war nicht nach unserem Geschmack.

Wir drehten also wieder um, machten auf einem Parkpatz unsere Frühstückspause und versuchten es erneut in Nesselwang, wo inzwischen Plätze frei wurden. Na also – geht doch. Zwischen 10 h und 11 h ist wohl die beste Zeit, einen Platz zu erwischen.

Wir hatten Glück und konnten uns direkt an eine kurzgemähte Wiese stellen, wo Gini besonders viel Auslauf hat.

Wir machten gleich eine Erkundungsrunde zur gegenüberliegenden Talstation der Bergbahn und informierten uns über den Betrieb und die Preise.

Hier war natürlich lang nicht so viel los, wie in Oberstdorf.

Mal sehen, vielleicht machen wir am Samstag eine Bergtour – morgen wird das Wetter wohl nicht so gut werden.

Allerdings hat sich das heutige Wetter, entgegen der Wetterprognose ganz anders entwickelt. Wir hatten den ganzen Tag nur leichte Bewölkung und es war sehr warm.

Nachmittags wurde auf dem Platz an der Bergbahn Vorbereitungen für den Aufbau eines Festzeltes getroffen. Erst jetzt erfuhren wir, dass hier am Wochenende ebenfalls ein Almabtrieb mit Volksfest stattfindet :

(Quelle Internet) Traditioneller Almabtrieb mit Herbstfest

Im Allgäu ist der Viehscheid ein Feiertag. Schon das ganze Jahr über fiebern Einheimische und Gäste dieser Tradition entgegen. Mit dem Einzug des Herbsts kehren die Schumpen, so wird das Jungvieh im Ostallgäu genannt, von den Bergwiesen der Alpen zurück ins Tal.

Den Sommer haben die Tiere rund drei Monate lang auf den Weiden der Allgäuer Berge verbracht. In Nesselwang liegen diese rund um die Alpspitze und den Kögelweiher. Dort kümmert sich der Hirte um die Gesundheit der Tiere: er passt auf, dass sich keines von der Herde entfernt und treibt sie von einer Weide zur nächsten. Bei den feierlichen Abtrieben wird das Vieh im Tal „geschieden“, das heißt dem jeweiligen Besitzer aus der Obhut der Hirten zurückgegeben. Alpabtriebe gibt es im Allgäu fast in jedem Dorf. Jener in Nesselwang gilt wegen seines familiären Charakters als einer der schönsten.