29. 03. 18

Deutschland hat uns wieder und es ist kalt, obwohl wir uns in der scheinbar wärmsten Gegend Deutschlands befinden – im Breisgau. In der Nacht gab es bei 4 Grad viel Regen, heute morgen zeigen sich wenigstens ein paar Wolkenlücken und der Wetterfrosch meint, dass es im Laufe des Tages 11 Grad wird. Oh man, wären wir doch noch etwas länger in Spanien geblieben…..da ist jetzt Sommerwetter .

Im Norden soll es wohl noch schlimmer sein, sogar Schneefall und Sturm.

Wir haben uns vorgenommen, die Ostertage hier in Freiburg zu verbringen. Wir schleppen immer noch, mal mehr mal weniger, Husten und Schnupfen mit uns rum und wollen nicht gleich unsere Lieben damit überfallen. Die sind oft genug in diesem Winter krank gewesen.

 

 

 

27. 03. 18

Vorgestern, in Leucate, standen wir schon kurz nach Sonnenaufgang auf und Gabi ging mit Gini ein letztes mal durch den Sand ans Meer.

Ab heute ist erst mal „Schluss mit Lustig“….Strandaufenthalte sind nun für lange gestrichen.

Wir bereiteten alles für unsere Weiterfahrt vor und machten uns als erstes auf die Suche nach einer Tankstelle. Sündhaft teurer Diesel füllten wir ein, beschänkten uns aber nur auf das Nötigste, füllten auch Gas nach und kauften an der Tanke ein Baguette für das Frühstück unterwegs. Nur ein paar Kilometer weiter konnten wir dann unseren Dieseltank an einer Tankstelle neben einem „Supermarché“ voll machen, denn hier war der Srrit wesentlich günstiger. Nach 200 km Fahrt führte uns das Navi nach Remoulins auf einen Parkplatz am Ufer des Flusses Le Gardon.

Ein kleiner Spaziergang musste schon sein, doch schönes Wetter sieht anders aus. Gini ist das „wurscht“, wenn es nur nicht regnet.

Direkt unter unserem Platz stand die Verwandtschaft von „Hennes“.

Auch heute fuhren wir wieder um die gleiche Zeit los. Es ging nur über Landstraßen, durch die Dörfer mit gefühlten 1000 Kreisverkehre. Man sieht aber bedeutend mehr vom Land, als wenn man nur über die Autobahn rollt. Es ging durch große Weinanbaugebiete, auch viel Obstanbau – meist Apfelbäume, die in voller Blüte standen und etliche Lavendelfelder, die aber ihr tolles Lila leider noch nicht zeigten.

Mehrmals überquerten wir die Rhone. Auch heute nahmen wir uns nicht mehr als 200 km Reisestrecke vor und fuhren zu einem kleinen Dorf Reventin-Vaugris. Dort gibt es einen kleinen, gebührenfreien Stellplatz für 5 Wohnmobile ……. ein gepflegter Platz mit Ver- und Entsorgung, Müllcontainer und  2 Toiletten.

Direkt vor uns liegt der Friedhof, dahinter die Dorfkirche Saint-Saturnin mit regelmäßigem Glockengeläut….so wissen wir immer, wieviel Uhr es gerade ist.

Je weiter wir jetzt in den Norden kommen, um so kälter wird es. Vielleicht wären wir doch noch ein bißchen länger in Spanien geblieben. Egal – jetzt müssen wir dadurch. Vermutlich werden wir morgen, bestimmt aber übermorgen im Raum Freiburg sein.

25. 03. 18

Das Wetter wurde besser –  also blieben wir.

Im Laufe des Tages kamen etliche Wohnmobile , meist mit deutschem Kennzeichen hier an, um ihren Osterurlaub hier zu verbringen. Die meisten hatten Kinder dabei….vermutlich sind sie gleich nach Ende der letzten Freitagsstunde in den Süden gestartet. Denn die Ferien in NRW haben begonnen.

Wir verbrachten heute viel Zeit am Strand

 

 

Gini mochte den grobkörnigen Sand besonders gern – wie man sieht.

 

 

 

Die Sonne kam oft zum Vorschein,  so ließ es sich auf der Campingliege draußen gut aushalten.

 

Wir werden morgen ein Stück weiterfahren, wollen aber noch nicht zu früh in Deutschland einreisen, denn die Wettervorhersage sah für die Osterwoche nicht so rosig aus.

24. 03. 18

Schon um halb 8 Uhr ging es gestern weiter. Wir hatten unterwegs Sturm und Weffy musste bei den heftigen Windböen stark gegenlenken. Es erinnerte uns an die Situation in Kroatien 2008, wo wir trotz Warnung, die Küstenstraße weiter befuhren. Oha, das war kein gutes Erlebnis !

Wir entschieden uns nach fast 300 km, auf den Stellplatz in Leucate ( F ) zu fahren. Um die 10 € kostet hier eine Übernachtung, dafür steht man aber auch direkt am Strand. Nur 2 Wohnmobile waren schon vor Ort, also wählten wir  eine Parzelle in der ersten Reihe. Es blieb noch Zeit für ein Sonnenbad – ging allerdings nur windgeschützt hinter der geöffneten Garagentür. Es dauerte nicht lange, da kamen auch Christiane und Willem auf diesen Platz. So saßen wir bald bei frisch aufgebrühtem Kaffee und leckeren Schokomuffins zusammen und quatschten über Vergangenes und Zukünftiges. Auf jeden Fall werden wir in Verbindung bleiben – wir hatten eine schöne Zeit in Spanien und Marokko.

Nachts fing es an zu regnen und hörte einfach nicht auf. Heute morgen war es schon abenteuerlich, mit Gini Gassi zu gehen, da sie Regen nun einfach nicht mag….aber was muss, das muss.

Wenig später machten sich Christiane und Willem auf den Weg, sie wollen etwas zügiger als wir in ihre Heimat zurück, da sie feste Termine um Ostern haben. ……Also Tschüss ihr beiden….und passt gut auf euch auf.

Der Regen blieb uns den ganzen Tag erhalten….wir mümmelten uns, bis auf drei kurze Aufenthalte im Freien, im Womo ein. Zwei mal mit Gini raus und WC- Entsorgung…… aus dem Fenster beobachteten wir die Schaumkronen auf der Meeresbrandung, ansonsten Lesen,  Sportfernsehen, Kochen, Essen, Spülen und wieder aufs Meer gucken.

Wir haben zwar schon für die nächsten Tage die Stellplatzgebühr bezahlt, ob wir aber weiter hier stehen bleiben, wenn das Wetter so schlecht bleibt…….wissen wir noch nicht. Die Entscheidung fällt morgen früh !

23. 03. 18

Wir fuhren gestern knapp 300 km über Nationalstraßen und mautfreie Autobahnen. Länger wollten wir bei dem noch schönen Wetter nicht im Auto verbringen und so suchten wir uns im Ebro – Delta einen schönen Platz zum Stehen. Ein einfacher Rastplatz, direkt am Ebro -Ufer gelegen, bot sich an.

Hier verbrachten wir einen ruhigen Nachmittag.

Der Wind wurde allerdings immer stärker, so dass man sich schon eine windgeschützte Stelle zum Sonnenbaden aussuchen musste.

Wir wollen hier nur eine Nacht bleiben.

Von vielen bekamen wir die Nachricht, bloß nicht zu schnell in Deutschland einzureisen, da es dort noch empfindlich kalt ist.

Aber die Wetterkarte für hier sieht auch nicht besonders gut aus. In den nächsten Tagen wird es Spanien und Frankreich auch kühler werden.

22. 03. 18

……“ Wir sind dann mal weg“ …..

Gestern trafen wir die letzten Vorbereitungen für unsere heutige Abreise. Nachmittags machten wir dann den obligatorischen Rundgang über den Campingplatz, um uns von allen Campingfreunden zu verabschieden. Einige sind ja noch hier, fahren dann aber auch bald, bis auf wenige Ausnahmen.

Um 8 Uhr geht es los….keine Ahnung, wo wir mal einen Stopp – eine Übernachtung einlegen….wir lassen uns  einfach treiben und entscheiden unterwegs.

Also dann……Tschüss an alle….bis dann !

20. 03. 18

Heute morgen brachte uns Fokke mit seinem Wagen nach Denia zum Krankenhaus. Für halb 11 Uhr hatten wir dort den Termin zum Katheterwechsel in der Praxis von Dr. Keul. Gabi durfte mit an den Behandlungstisch, um wie versprochen beim Katheterwechsel zu hospitieren…..dachte sie!

Aber es lief ganz anders ab. Eh sie sich versah, bekam sie Handschuhe und sollte das Pflaster von Weffys Bauch entfernen und danach den Bereich desinfizieren. Dr. Keul legte für den Wechsel alle Dinge bereit, erklärte ihr Schritt für Schritt, was zu tun ist und warum man jeden Handgriff so und nicht anders macht – und so schaffte es Gabi tatsächlich ganz allein, alles zu seiner und Weffys Zufriedenheit zu erledigen. Ihr stand zwar als “ Schwester Gabi “ der Schweiß auf der Stirn, war aber mächtig stolz auf sich selbst, es geschafft zu haben. Wie gut, dass Dr. Keul, uns dies ermöglichte und uns gecoacht hat. So werden wir in Zukunft nicht mehr im Ausland unter Druck stehen, sondern könnten uns im Notfall selbst helfen.

Der Arzt meinte sogar, wir brauchen in Zukunft dafür keinen Arzt, wenn wir alles so machen und die Hygienemaßnahmen beachten.  Ja, warum auch nicht? Schließlich gibt es soviele Menschen auf der Welt, die sich zum Beispiel mehrmals am Tag selbst kathederisieren. Warum sollen wir das nicht auch alle 8 -10 Wochen schaffen? Ihr glaubt nicht, was das für uns bedeutet?  Wir hatten schon geglaubt, wegen Weffys Krankheit, unser spannendes Leben nicht mehr im Reisemobil weiterführen zu können und wollten uns schon nach einer Mietwohnung oder einem Mobilheim umsehen. Jetzt sieht alles wieder ganz anders aus.

Wir möchten ja eigentlich dieses freie Leben noch nicht aufgeben. Es gibt noch so viele schöne Gegenden, die wir noch nicht gesehen haben, wovon uns andere Reisenden mit leuchtenden Augen erzählen. Es wird nun vermutlich darauf hinauslaufen, dass wir uns wieder ein anderes Womo zulegen und unser tolles Leben so weiter fortsetzen, wie wir es jetzt schon fast 5 Jahre lang machen.

Aber, warum ein anderes Wohnmobil? Es hat sich in den fast zwei Jahren erwiesen, dass unser Dusch-und Sanitärraum einfach zu klein ist. Außerdem finden wir nun doch, dass für uns ein insgesamt größeres Reisemobil besser geeignet ist. Vor zwei Jahren, als wir uns den Carthago anschafften, waren die Voraussetzungen anders.

Sobald wir in Deutschland sind, werden wir uns auf die Suche begeben. Egal, auch wenn wir wieder einen Batzen Geld dabei drauflegen müssen…..das ist es uns aber wert!!!!

19. 03. 18

Na also……. geht doch. Köln gewann gestern das Rheinderby mit 2:0 und solang Köln noch rein rechnerisch eine Chance hat, den 16. Platz in der Tabelle zu erreichen , solange glaubt Gabi noch an den Klassenerhalt. Der FC lieferten ein tolles Spiel und war dem Gegner auch überlegen….so spielt einfach kein Absteiger. Nun gut, die Hoffnung stirbt zuletzt.

Heute war das Wetter nicht so gut. Immer wieder Wolken….und kalt war es. Erst am späten Nachmittag wurde es mal kurz etwas besser.

Hady kam mal bei uns vorbei und erkundigte sich nach unserer Marokkotour. Wir können nur von positiven Erlebnissen berichten und dass wir dort noch einmal hin wollen. Er erzählte dann von seiner Griechenlandreise. Auch da soll es wunderschön sein und machte uns neugierig, da auch einmal hinzufahren…..aber das hatten wir ja sowieso schon lange mal vor.

Charlotte ist nun auch dabei, Sachen im Koffer zu verstauen bzw. auch einiges zu entsorgen, was nicht mit in den Flieger kann. Am Donnerstag geht ihr Flug von Alicante wieder nach Deutschland und sie freut sich auch wieder auf ihr Zuhause.

Wir haben heute noch mal Wäsche gewaschen. Alles was so in der Zwischenzeit wieder schmutzig geworden ist, außerdem wurden die Betten wieder frisch bezogen.

Morgen fahren wir ein letztes mal zum Arzt nach Denia, den Bauchkatheter wechseln lassen. 10 Wochen sind seit dem letzten mal vergangen und Weffy ist froh darüber, dass es gar nicht so oft nötig ist, wie man ihm in Deutschland geraten hatte. Der Arzt hier in Spanien hat die Freiheit und Unabhängigkeit uns zu sagen, dass man aus finanziellen Gründen den Wechsel in Deutschland öfter macht…..bringt ja jedesmal Geld.

18. 03. 18

Leider bekommen auch wir hier in Spanien die Ausläufer einer Kaltfront zu spüren. Trotzdem soll das Thermometer im Laufe des Tages noch bis 16 Grad ansteigen. Aber der Wind ist doch recht unangenehm. Was will man machen – man kann sowieso nichts dran ändern.

Gestern waren wir bei Moni und Peter eingeladen . Gemeinsam mit sechs anderen Mitcampern und den beiden verbrachten wir ein paar gemütliche Stunden am langen Tisch. Mehrere Backofenbleche mit Zwiebelkuchen waren für uns vorbereitet. Es schmeckte hervorragend. Gabi trank dazu frisch gepressten Orangensaft mit einem Schuss selbst aufgesetzten Fruchtlikör….auch sehr lecker.

Seit ein paar Tagen heißt es hier in der Gegend : je lauter, desto besser. An ausgedehnten Schlaf ist an den Tagen vor Frühlingsbeginn im Bereich Valencia nicht zu denken. Schon in der Frühe werden bei den „Fallas“-Festen die ersten Kanonenschläge gezündet. Musikgruppen ziehen mit lautem Getöse durch die Stadt, um die Bewohner zu wecken. Der Lärmpegel erreicht ohrenbetäubendes Niveau, wenn mittags ein wahnsinniges Knallkörper-Konzert beginnt, die „mascletá“, bei der unzählige durch eine lange Zündschnur verbundene Kracher binnen Minuten explodieren.

Die Fallas, mit denen von Mitte März an und gleich mehrere Tage lang der Frühling begrüßt wird, sind wohl das lauteste Fest Spaniens. Das Epizentrum befindet sich in Valencia, aber auch in den Dörfern der Region feiert man ziemlich heftig die Fallas.

In diesem Jahr werden wir uns nicht in das Getümmel werfen. Heute verbringen wir einen geruhsamen Sonntag hier auf dem Platz und nachmittags schauen wir uns das Spiel Köln gegen Leverkusen an. Gabi hat die Hoffnung immer noch nicht verloren und glaubt noch an den Klassenerhalt vom FC. Dann müsste allerdings heute Köln gewinnen…….aber nur dann.

Heute um 15:30

16. 03. 18

Viele Plätze um uns herum sind nun frei geworden und wir befürchten, dass die Spanier an diesem Wochenende ihre Parzellen besetzen, zumal die Feierlichkeiten der Fallas angelaufen sind.

Es heißt, dass vom 15. bia 19. März in jedem Jahr  die Menschen im Raum Valencia den Frühling auf besondere Art empfangen. Die Straßen der Stadt füllen sich mit der Freude und dem Trubel des Fallas-Festes, bei dem Tradition, Satire, Kunst und Heimatverbundenheit zu einem einzigartigen Erlebnis verschmelzen. Die Valencianer feiern ihr wohl internationalstes Fest aus vollem Herzen….alles Negative wird verbrannt ( Verbrennen der Statuen am letzten Tag)  und aus der Asche  neu geboren,  wird die neue Jahreszeit begrüßt.

Am Mittwoch folgten wir der Einladung von Ruth und Klaus, die eine köstliche Paella vorbereitet hatten. Zusammen mit Christiane und Willem saßen wir sechs gemütlich bei ihnen im Vorzelt und ließen es uns schmecken. Vielen Dank noch einmal an euch beide……noch nie haben wir eine solch leckere Paella gegessen.

Gestern fing Weffy damit an, das Wohnmobil auf Vordermann zu bringen……erst wurde das Dach vom Wüstensand und -staub gesäubert und noch zwei Seiten des Womos auf Hochglanz gebracht, die restlichen waren heute an der Reihe. Auch bei Herbert und Doro half er ein bißchen mit, die wohl morgen früh schon losfahren.

Anschließend nahmen wir unser Mittagessen im Campingrestaurant ein. Fleisch und Fischreste sammelten wir diesmal in einer Tüte. Charlotte nahm sie mit. Die gesamte Zeit über kümmerte sie sich schon rührend um die zwei herrenlosen Katzen, die ihr fast die „Haare vom Kopf“ fressen, wie sie selbst sagte. Die freuen sich heute über ein besonders leckeres Mahl. Hoffentlich findet sich ab Donnerstag, Charlottes Abreisetag , ein katzenfreundlicher Mensch, der sich weiter um die beiden kümmert. Jürgen wird wohl als nächster wieder dran glauben müssen.

Danach kam natürlich auch Gini auf ihre Kosten und durfte sich am Strand austoben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heute war es kühler als an den Tagen zuvor. Trotzdem konnte man ein Fußbad und ein kurzes Sonnenbad im Sand genießen.