Coelius – 14. 01. 2016

Alles,  was wir gestern erlebt haben, tritt in den Hintergrund für das, was gerade hier auf Coelius los war.

Gerade war unsere Gymnastikstunde zu Ende, sahen wir direkt neben dem Campingplatz hohe Flammen aufsteigen.

Zuerst denkt man an nichts Böses, weil es hier „normal“ ist, wenn in den umliegenden Orangenplantagen Rückschnitt oder Ähnliches , meist in einem Steinrondell,  verbrannt wird. Doch bald war uns allen klar, dass das Feuer diesmal außer Kontrolle geriet und sich immer weiter ausbreitete und schon gefährlich nahe am Campingplatz war.DSC00018

Die Polizei war eigentlich ziemlich rasch vor Ort, nachdem diese den Ernst der Lage erkannt hatte, dauerte es aber noch mindestens 20 Minuten, bis die Feuerwehr kam, die dann auch noch den falschen Weg einschlug – nämlich direkt über den CP fuhr. Sie schaffte es nur durch mehrmaliges Rangieren, sich an den parkenden Autos vorbei zu quetschen, um in der hintersten Ecke des Platzes, die Flammen abzuwehren.DSC00013

Sehr unterschiedlich reagieren in solch einer Extremsituation die Menschen. Einige bleiben ganz gelassen und schauen sich das ganze Procedere aus der Ferne an und wähnen sich von Anfang an in Sicherheit. Andere geraten sofort in Aktionismus vielleicht auch in Panik, warnen andere Mitmenschen und sind auf dem Sprung, mit Mann, Hund und den wichtigsten Dingen auf und davon zu rennen. Gabi war nahe daran dies zu tun.

DSC00011Die Fotos sind wegen der ganzen Aufregung leider sehr schlecht geworden, zeigen aber trotzdem deutlich, wie nah die Flammen an uns dran waren.

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Wir können alle von Glück sagen, dass heute der Wind von der RICHTIGEN Seite kam, sonst hätte alles in einer Katastrophe  enden können. Vielen von uns ging in diesem Moment der Film “ Tarragona – ein Paradies in Flammen “ durch den Kopf.

Die Geschichte basiert auf dem Tanklastzugunglück von Los Alfaques , wo auf einem Campingplatz in Spanien im Jahre 1978,  217 Menschen, vorwiegend Deutsche, starben. Gott sei Dank ging hier ja heute alles gut aus.

Eine bittere Nachricht bekam Gabi dann doch noch gerade überbracht. Während der Gymnastikstunde hatte sich eine Mitcamperin durch einen Sturz verletzt. Nach einigem Hin- und Her, ließ sie sich auf einen Arztbesuch ein. Im Krankenhaus wurden einige Rippenbrüche festgestellt und sie musste natürlich dort bleiben. Oh weh !!!!!

Gabi ist ziemlich schockiert….es tut ihr so furchtbar leid….am liebsten würde  sie alles hinschmeißen !!!!

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