Wesel

Endlich kein Regen mehr. Heute morgen überwand Gabi sogar ihren inneren Schweinehund und machte Frühsport. Es ging von hier aus direkt am Rhein,  später über den Deich am Yachthafen entlang und weit in die Rheinauen. Ab und zu kam sogar die Sonne zum Vorschein, so dass die Bewegung an frischer Luft ein Genuss war.

Frühsport direkt am Wasser….das macht einfach nur Spaß und ist auch ein wichtiger Punkt, weshalb unser neuer Wohnort an einem Fluss, Kanal oder an einem See sein sollte.

Nach Duschen und Frühstück machten wir uns dann gemeinsam auf, um uns in der Stadt umzusehen. Auch jetzt ging es zuerst einmal über die Rheinpromenade . Die Fotos haben wir mit dem Handy gemacht !  Na geht doch……..    Foto0056 Foto0051 Die Fußgängerzone ist riesig mit allen Geschäftsfillialen, die in einer großen Stadt auch sonst zu finden sind…..sogar Kaufhof und C&A. Doch auch die Gegend abseits der City nahmen wir unter die Lupe und da rutschte  dann unser erster positive Eindruck doch gewaltig nach unten. Da waren doch zu viele Stellen, die uns nicht behagten, und wo wir uns nicht wohlfühlen würden. …….So allmählich wird es eng …oder sind wir einfach zu anspruchsvoll oder ist es vielleicht noch zu früh, dass wir uns jetzt schon mit dem Gedanken an das Wohnen in einem Steinhaus beschäftigen, weil wir noch gar nicht „reif“ dafür sind?  Es macht uns einfach noch zu großen Spaß, in der Natur rumzugurken……..Wer weiß, vielleicht kommt  ja bei nächster Gelegenheit unser neuer Wohnort “ auf uns zu“, wenn wir ihn nicht bewusst suchen smilie_sh_001.

Also –  zum Shoppen eignet sich Wesel hervorragend, was Gabi dann auch noch schnell unter Beweis stellte, denn schließlich fehlten zum Hochzeits – Outfit noch die passenden Sandaletten …..und dann fand sie auch noch ein besonderes Schnäppchen  bei Bonita, ihrer Lieblingsmarke. Wir tranken noch einen Capuchino in einem Straßencafé und machten uns dann auf den „Heimweg“. Schnell noch einen Eintopf gekocht und nun sind wir gespannt, wie sich die Deutschen heute Abend beim Fußball schlagen werden.

Morgen wollen wir eine Radtour nach Wesel – Flüren  zum Erholungszentrum Graf-Insel machen. Wir sind einfach neugierig, wie es dort aussieht auf dem größten Campingplatz Deutschlands…im Fernsehen haben wir mal einen Bericht darüber gesehen.

 

 

 

Wesel

Es hat die ganze Nacht durchgeregnet. Morgens wussten wir noch nicht , ob wir überhaupt heute weiterfahren sollten. Bei dem Sch…wetter hatten wir an so gar nichts Lust. Wir luden erst mal alle Akkus auf, vor allem die von den E-Bikes, brachten im Womo alles in Ordnung und nutzten dann eine Regenpause, um die Fahrräder festzumachen, um Frischwasser aufzunehmen und Schmutzwasser- und WC-Tank zu leeren.

Wir fuhren dann doch noch ( im Prinzip ungewöhnlich spät für uns) um 13 Uhr los. Nach Wesel sollte es gehen, ca. 40 km von hier entfernt. Foto0046Bei Ankunft auf dem Womo- Stellplatz direkt an der Rheinpromenade regnete es immer noch. Also wurde erst mal zu Mittag gekocht…..Spaghetti mit veg.Bolognese und gemischter Salat.

Kaum aufgegessen, hörte es dann auf zu regnen und wir konnten dann doch noch einen Spaziergang auf der Rheinpromenade machen. Es ist einfach nur schön, auf den großen Strom zu schauen und den Ausflugs- und Lastschiffen zuzusehen.

Wir wollen morgen, bei hoffentlich besserem Wetter, uns die Stadt mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten anschauen. Infomaterial haben wir uns schon besorgt.

Foto0044             Gabi bei der “ Arbeit „.

Kevelaer

Heute sind wir auf dem Reisemobilhafen “ Den Heyberg“ in Kevelaer – Twisteden gelandet. Im Prinzip haben wir gerade diesen  ausgeguckt, weil er laut Stellplatzführer Waschmaschinen haben soll…….Pustekuchen….ist aber nicht so. Aber da das Wetter sich heute sowieso nicht von der besten Seite zeigt….ist das nun auch egal. Im Moment regnet es.

Heute morgen, als es noch trocken war, fuhren wir direkt nach unserer Ankunft ein Stück mit dem Rad, denn Gabi hatte unterwegs am Straßenrand eine Boutique entdeckt. Mit nur einem Blick meinte sie, dort solche Kleidungsstücke entdeckt zu haben, die sie für die Hochzeit schon lange sucht. …….Und tatsächlich –  so war es dann auch! Freudestrahlend kam sie aus dem winzigen Laden wieder raus und war froh, das Richtige gefunden zu haben. Insofern war es dann doch gut, dass wir mal in Kevelaer waren.

Wir machten mit unserer Fahrradtour dann aber nicht weiter, denn so langsam „saute“ es sich richtig ein. Also verbrachten wir den Nachmittag im Womo.

Nun liegt Kevelaer  zwar auch am Niederrhein, käme aber als Wohnort für uns nicht in Frage. Als Wallfahrtsort bekannt, kommen jährlich über 1 Millionen Pilger hierher und prägen mit das Bild dieser Stadt……och nöööö…wir suchen mal lieber weiter. Bald kommen ja auch die Favoriten von Gabi…….Orte, die direkt am Rhein liegen. Sie sagt immer…….“ ach, es wäre so schön, direkt am Rhein zu wohnen.“ Na schaun wir mal.

Heute rief Gabis Schwester an. Morgen geht es für die beiden ( Dieter und Susi) mit dem Womo ab nach Kroatien……. Wir wünschen Euch eine unfallfreie Fahrt, eine schöne Zeit bei gutem Wetter und kommt gesund wieder zurück!!!!!

Wachtendonk

Wie Ihr seht, stehen wir noch in Wachtendonk , waren aber heute schon mehrere Stunden mit dem Rad unterwegs und haben uns Straelen und Wankum angesehen. Was sollen wir sagen ?…. soweit so gut….aber auch da sprang der Funke nicht auf uns über und  können  auch heute wieder nur schreiben….nein, auch hier wird demnächst nicht unser neuer Wohnort sein.

Da wir ja auch schon mal darüber nachgedacht haben, uns ein kleines Chalet oder ein Mobilheim auf einem Campingplatz zu kaufen, schauten wir uns diesbezüglich auch noch auf dem Campingplatz “ Blaue Lagune“ um.luftaufname blauelaguneneuwz.jpg Dort stehen wirklich ein paar schöne Unterkünfte und 2 davon standen auch zum Verkauf………..uns störte aber, dass man von dort aus keine freie Sicht auf den See hat……Nee, ……also hinter Sträuchern und Bäumen können wir auch woanders wohnen……….also hier auf jeden Fall nicht, obwohl es hier ja sehr schön ist..

Mittlerweile stehen unsere Räder wieder auf dem Fahrradträger und auch der Ferrari ist wieder zusammengeklappt in der Garage, denn morgen soll es nun tatsächlich ein Stück weitergehn. Leider kommen immer mehr dunkle Wolken hier an. Schade, die Wetterprognose schaut für die nächsten Tage nicht so gut aus….aber da machste nix.

 

Wachtendonk

Wir ließen es heute morgen ganz ruhig angehen…..nur noch WC- und Schmutzwasser entsorgt, geduscht und frische Brötchen gekauft, dann konnte unsere Niederrheintour weitergehen.

So ungefähr 25 km fuhren wir über Land und erreichten den Stellplatz in Kerken. Wir meinen, dass dort die Stellplatzgebühr von 9 € plus 3 € !! für Strom etwas überzogen ist und kehrten deshalb um, auf den 7 km zurückliegenden  Stellplatz in Wachtendonk – ein etwas kleinerer Platz – aber auch mit Strom, Ver- und Entsorgung und ruhig gelegen, direkt an der Niers. Hier kostet das Stehen pro Nacht 5 €.

Gleich nach der Ankunft stellten wir Tisch und Stühle raus und frühstückten erst mal. Wir schauten uns hier am Platz ein wenig um…..gleich hinter den Bäumen hinter uns führt ein kleiner Steg über die Niers geradewegs zum Naturfreibad. Für Gini gab es eine super- große Rasenfläche zum Rennen und Springen direkt an der gegenüberliegenden Sportanlage.

Bevor wir uns dann in dem Städtchen umsehen wollten, hatten wir noch eine nette Begegnung mit einem sympathischen Ehepaar, dass auch ständig mit dem Womo unterwegs ist und zur Zeit nicht weit von hier auf einem anderen Stellplatz steht. Die beiden kamen mit ihren Rädern an unserem Stellplatz vorbei und erkannten uns. Sie lesen wohl regelmäßig in unserem Blog und begrüßten uns ganz freundlich. So kamen wir ins Gespräch und konnten uns über verschiedene Dinge des schönen Camperlebens austauschen. Nochmals liebe Grüße an Euch und weiterhin viel Freude auf Euren Reisen….nett, Euch kennengelernt zu haben.

Aber nun zum Örtchen Wachtendonk: …..der Ort ist zwar ganz hübsch und aufgeräumt ….aber es ist kein Leben hier – so wie zum Beispiel in Brüggen   Wir setzten uns in den Außenbereich einer Eisdiele,  jeder aß ein Spaghetti-Eis mit frischen Früchten aber es ging dann doch schnell  wieder zum Womo zurück, wo wir uns noch etwas nach draußen setzten.

Dieser Ort wird nicht unser nächster Wohnort sein. Morgen fahren wir weiter.

Brüggen – Niederrhein

Das Wetter war den ganzen Tag über ganz gut….ein paar Wolken zwar ….und manchmal meinte man, es gibt gleich Regen…..aber gleich darauf brannte dann wieder die Sonne.

Wie geplant – machten wir heute unsere Radtour. Als erstes fuhren wir zum Natur – Tierpark, der hier fast so groß und schön angelegt ist, wie der in Nordhorn. Die Eintrittspreise sind hier aber viel zu hoch angesetzt und für Behinderte gibt es nur 1 Euro Nachlass. Wir wollten aber sowieso gleich mit dem Rad weiter zum Harik – und zum Borner See. Unterwegs begegneten uns viele Touristen – meist Holländersmilie_sh_001 oder Belgier.  Auch die Innenstadt  (Altstadt), wohin wir anschließend fuhren, war fest in deren Hände. Gabi stattete noch einigen Boutiquen einen Besuch ab und wurde zumindest in einem Teil fündig. Der Anfang ist also gemacht!!!

Nachmittags werkelten wir noch ein bißchen rum – und machten alles wieder startklar für morgen….denn es geht weiter zu Nr. 2 unserer Niederrheintour. Wenn wir die Notenskala von 1-6 zu Hilfe nehmen, dann bekommt Brüggen von uns die Note 2 ( also gut).

Gleich gibts noch Abendessen ….Veggie-Schnitzel auf Kürbiskernbrötchen mit Remoulade, dazu einen großen gemischten Salat, süß angemacht mit Mandarinen- und Käsestückchen. Anschließend schauen wir noch ein bißchen Fußball…….Dann ist auch dieser schöne Tag schon wieder vorbei.

Brüggen – Niederrhein

Vielen Dank für Eure Genesungswünsche. Unser Arzt hat noch 1 Woche Urlaub, so dass sich das Problem von allein regelt…..dann schaun wir mal weiter.

Wir stehen jetzt in Brüggen, unserem 1. Städtchen am Niederrein, dass wir als erstes unter die Lupe nehmen……dann folgen noch ungefähr 10-11, die wir der Reihe nach besuchen werden. Mal schauen, ob sich am Ende ein Favorit herausstellt, der unseren „hohen Ansprüchen „genügt und irgendwann vielleicht zu unserem neuen Wohnort wird.

Hier in Brüggen waren wir schon malDSC03837 und es hat uns hier auch ganz gut gefallen. Morgen werden wir hier mal die Radwege austesten.

Hörstel /Riesenbeck

Heute gibt es nicht viel Neues zu berichten. Karl-Heinz und Ingrid sind vor ein paar Stunden wieder Richtung Norden nach Hause gefahren und haben sich inzwischen auch telefonisch zurückgemeldet. Es war schön, sie zwischendurch noch mal getroffen zu haben.

Wir stehen noch in Riesenbeck auf dem Stellplatz am Dortmund – Ems – Kanal und überlegen, wie es weitergeht. …….. Gabi hat zurzeit  gesundheitliche Probleme   (keine Angst…nichts Schlimmes…), ist sich aber noch nicht im Klaren darüber, ob ein Arztbesuch sofort nötig ist ….oder sie vielleicht doch noch damit warten soll?  Sie will es morgen entscheiden.

Wir wollten ansonsten ( wie schon angedeutet)  von hier aus in Richtung Niederrhein fahren, um uns dort etwas umzuschauen. Wir möchten nämlich bald wissen, wo wir uns nach unserem mobilen Leben wieder in einem Steinhaus niederlassen werden……. sicherlich noch nicht kurzfristig …….nein…..dazu gefällt uns das „Zigeunerleben“ noch zu gut…..aber im Hinterkopf wollen wir es haben, wo unser neues Zuhause irgendwann sein wird. Das gibt uns mehr Sicherheit.

Hörstel (Wohnmobilhafen Riesenbeck)

Nachdem sich heute morgen Marlene und Jürgen von uns verabschiedet hatten und wieder nach Hause ( in den Sommer) fuhren , kümmerten wir uns bei Nieselregen und kühlen Temperaturen um die Ver- und Entsorgung.

Anschließen wechselten wir in Begleitung von Ingrid und Karl-Heinz zu einem Stellplatz direkt  am Dortmund-Ems -KanalDSC04418 Hier ein Blick aus unserem Fenster.  Dort verbringen wir den Nachmittag, trinken zusammen Kaffee, unterhalten uns und werden uns heute Abend das Fußballspiel Deutschland gegen Ghana gemeinsam anschauen.

Ach übrigens……unsere Kamera hat soeben den Geist aufgegeben….wir werden uns wohl um eine neue bemühen müssen. Bis dahin gibt es leider keine neuen Fotos…..sorry!

Minden (Stellplatz Kanzlersweide)

Am Donnerstag nachmittag kamen zuerst Jürgen und Marlene und wenig später auch Karl-Heinz und Ingrid auf dem Stellplatz in Rinteln an. Irgendwie schafften wir es, dass wir ziemlich nah beieinander standen und saßen danach eine Weile bei uns im Wohnmobil zusammen. Wir freuten uns , uns mal wieder zu sehen……obgleich der Anlass natürlich ein trauriger war.

Am nächsten Morgen ( 20. 6.) fuhren wir im Konvoi ins Kalletal zum großen Parkplatz am Rande des Friedwaldes. Wir waren viel zu früh dort und konnten das An- und Abfahren der Trauergäste von zwei Beerdigungen sehen. Die Leute beäugten uns sehr kritisch …. sicherlich nahmen sie an, dass wir dort Camping machten.

So gegen 13.30 h kamen dann aber auch weitere Trauergäste von Willy an. Von seinen spanischen Campingfreunden gingen insgesamt 11 den letzten Weg mit ihm.

DSC04408

Majda hatte eigentlich nicht damit gerechnet, dass so viele die weite Fahrt bis hierher machen würden und war ganz gerührt von so viel Anteilnahme. Sie sagte, sie sei sehr traurig aber auch glücklich zugleich…..traurig natürlich wegen Willy und glücklich, weil er und sie so viele Freunde hat und ihr es ermöglichen, zuversichtlich in die Zukunft zu schauen. Wenn alles klappt…und die Verwandten ihre versprochene Hilfe einlösen, dann wird sie auch den kommenden Winter auf Coelius verbringen. Dort fühlt sie sich wohl, wohler als in ihrem Haus.

Pünktlich machten wir uns gemeinsam auf den Weg in den Friedwald. DSC04417       Irgendwann erreichten wir den Versammlungsort.

DSC04416 Dort erlebten wir dann eine besondere Trauerfeier, die uns alle sehr berührte.

DSC04411 DSC04410Der Redner, den Majda mit ihrer Familie ausgesucht hatte, fand genau die richtigen Worte. Ein Portrait von Willy, dass Majda vor Jahren selbst gemalt hatte,  stand unterhalb seiner Urne. Insgesamt herrsche trotz des traurigen Anlasses irgendwie eine Leichtigkeit an diesem Ort….und wird für uns unvergessen bleiben. Majda durfte anschließend die Urne ein großes Stück persönlich bis zu „seinem“ Baum tragen,DSC04413 an dessen Wurzeln er wenig später begraben wurde – sozusagen, wieder in den Kreislauf der Natur übergeht und zusätzlich dem Baum neue Kraft zum weiterwachsen gibt.

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Im Konvoi fuhren wir dann anschließend in den nächsten Ort, wo wir alle in einer Gastwirtschaft zu Kaffee und Kuchen bzw. Schnittchen eingeladen waren. Wir sprachen viel miteinander – mit Majda mit Willys Geschwistern und seinen Kindern und konnten  noch einmal zum Ausdruck bringen, wie sehr wir Willy alle mochten, wie hilfsbereit und einsatzfreudig er uns stets begegnet ist und dass er sehr vielen in Zukunft fehlen wird.

Später fuhren wir gemeinsam mit Ingrid, Karl-Heinz, Marlene und Jürgen auf den großen Stellplatz “ Kanzlersweide“  in Minden direkt mit Blick auf die Weser. Gegen Abend machten wir noch einen kleinen Stadtrundgang und haben dabei aber auch an Heike gedacht, in deren Heimatstadt wir uns jetzt befanden. Wir erkundigten uns nach einem italienischen Restaurant, wo wir gemeinsam bei leckerer Pizza und einem Bier den Tag ausklingen ließen.